Aktion Löwenherz: Aufklärung über Organspende auf der Landesgartenschau in Lahr

Mit kurzweiligen Redebeiträgen, musikalisch umrahmt vom Duo Segmehl/Rapp, wurde die Ausstellung Organspende am 9. Mai eröffnet.

Umfragen bescheinigen der Organspende eine hohe Akzeptanz. Dennoch hat nur jeder Dritte seine Haltung in einem Organspendeausweis dokumentiert. Gleichzeitig hat die Organspende deutschlandweit einen neuen Tiefstand er-reicht. Baden-Württemberg macht da trotz beispielhafter Förderung durch das Land keine Ausnahme. Dabei geht Organspende Jeden an. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha fordert eine breitere und intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema. „Beschäftigen Sie sich mit der Organspende, auch wenn es nicht einfach ist“, appelliert der Minister an die baden-württembergischen Bürgerinnen und Bürger. Lucha, der selbst seit vielen Jahren einen Organspendeausweis bei sich trägt, rät: „ Wenn wir uns bewusst machen, dass jeder von uns betroffen sein kann, fällt uns die Entscheidung leichter.“

Ministerialrat Walter Fessel eröffnete die Ausstellung am Mittwoch. „Die Ausstellung im Treffpunkt Baden-Württemberg lädt ein, sich über Organspende theoretisch und anschaulich zu informieren. Am Modell werden Organe begreifbar. Mit Quizspielen kann man das eigene Verständnis spielerisch überprüfen und offene Fragen gemeinsam mit Betroffenen und Experten beantworten“, erläutert der Ministerialrat das Konzept. Walter Fessel weiter: „Aktionen wie diese wären ohne den Einsatz von ehrenamtlichen Unterstützern nicht möglich. Allen Helfern, vor allem dem Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit, gilt unser großer Dank.“

Schon zum wiederholten Mal richtet das Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit dem Bündnis Organspende Baden-Württemberg eine Ausstellung auf einer Landesgartenschau aus. „Denn Landesgartenschau und Organspende haben etwas gemeinsam – beide richten sich an junge Familien und die ältere Generation – für beides ist man nie zu alt“, so Silvie Kostic, Leiterin des Treffpunkts Baden-Württemberg. Die Ausstellung will in zwangloser Atmosphäre Menschen jeden Alters inspirieren, sich über die Organspende zu informieren, einen Organspende-Ausweis auszufüllen und mit Angehörigen und Freunden darüber zu sprechen.

Auch Dr. Wolfgang G. Müller, Oberbürgermeister der Stadt Lahr, teilt diese Ansicht: „Wir müssen die Organspende mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken und Unwissen und unausgesprochenen Ängsten ohne Tabu mit ehrlicher Information begegnen. Nur so werden wir die Bereitschaft zur Organspende erhöhen können, was das Leben so vieler chronisch Kranker verbessern oder sogar retten kann.“

Die Ausstellung „Aufklärung über Organspende. Experten informieren, Sie entscheiden.“ wird vom 9. Mai bis zum 21. Mai auf der Landesgartenschau im Treff-punkt Baden-Württemberg gezeigt; täglich ist von 9 bis 19 Uhr geöffnet. An den Sonntagen, 13. Mai und 20. Mai, jeweils um 15 Uhr, besteht außerdem die Gelegenheit, an Talkrunden über Organspende teilzunehmen. Experten und Betroffene beleuchten ethische, medizinische und psychologische Aspekte der Organspende und laden zur öffentlichen Diskussion ein.

Für die Besucher der Ausstellung gibt es praktische Rucksack-Stoffbeutel mit dem Aufdruck „Löwenherz“. Denn Organspende ist ein freiwilliger Akt der Solidarität und Nächstenliebe. Ein Löwe aus dem Landeswappen schmückt seit Kurzem auch das neue Logo des ehemaligen Aktionsbündnisses, das sich nun Bündnis Organspende Baden-Württemberg nennt.

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